Conrad Schick und Gottlieb Schumacher im Archiv des Palestine Exploration Fund

Finanzierung von Archivforschungen in London

Hanswulf Bloedhorn (Tübingen)

C. Schick (rechts) und L. Schönecke (links) in Jerusalem

C. Schick (rechts) und L. Schönecke (links) in Jerusalem

Das Projekt umfasste die Sichtung der Unterlagen im Archiv des Palestine Exploration Fund (PEF), insbesondere zu Jerusalem und Conrad Schick sowie zur Korrespondenz mit Gottlieb Schumacher und mit dem Deutschen Palästina- Verein (DPV).

Von Conrad Schick wurden 277 Berichte gesichtet. Sie sind zwischen 1870 und Dezember 1901 in Englisch verfasst, meist mit schwarzer Tinte gut lesbar geschrieben und für den Druck in der Zeitschrift „Palestine Exploration Fund Quarterly Statement“ in Rot von der Redaktion korrigiert. Das Druckdatum ist vermerkt. Schicks Pläne sind auf Transparentpapier oder Folie (meist in verschiedenen Farben) gezeichnet und wurden für den Druck umgezeichnet und verkleinert. Bei der Durchsicht konnten auch verschiedene unpublizierte Pläne entdeckt werden. Gottlieb Schumachers Konvolut umfasst 116 Briefe (1889 – 1905). Für seine Vita ist interessant, dass er 1889 seine Stelle als Straßenbauingenieur bei den türkischen Behörden kündigen wollte, um frei forschen zu können. Als erstes plante er, ein Buch über die Beduinen zu schreiben. Er bittet daher das Committee des PEF um ₤ 250 und 10 % der Bucheinnahmen. Diese Bitte wurde aber abgelehnt. Es existieren nur zwei Briefe des DPV bzw. deren engl. Übersetzung, geschrieben von Hermann Guthe im Mai 1899, in denen es um Schumachers Arbeit im Hauran geht. Das Archivmaterial bezieht sich überwiegend auf den „Survey of Western Palestine“ und ist geordnet und durch drei Findebücher leicht zu erschließen.

Weiterführende Informationen

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