Tell el-Burak: Ausgrabungskampagne 2011

Finanzierung der achten Kampagne im Jahr 2011 im Rahmen des deutsch-libanesischen „Tell el-Burak Project“

Jens Kamlah (Tübingen); Hélène Sader (Beirut)

Der Ruinenhügel Tell el-Burak erhebt sich an der südlibanesischen Küste, 9 km südlich von Sidon. Seit dem Jahr 2001 erforscht ein deutsch-libanesisches Gemeinschaftsprojekt die Ruinen, geleitet von Jens Kamlah (Universität Tübingen) und Hélène Sader (American University of Beirut). Die Orientabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (vertreten durch Margarete van Ess) finanziert verschiedene Teilbereiche des Projekts. Seit dem Jahr 2013 ist auch die Universität Mainz (vertreten durch Aaron Schmitt) in das Projekt eingebunden. Die Finanzierungen der Ausgrabungen erfolgten durch die Gerda Henkel Stiftung und die Fritz Thyssen Stiftung.

Mit Fördermitteln des Deutschen Palästina-Vereins konnte die achte Ausgrabungskampagne (10.7.-7.8.2011) finanziert werden. Diese Kampagne diente dazu, die Grabungen in den eisenzeitlichen Arealen wieder aufzunehmen, nachdem die Freilegung eines mittelbronzezeitlichen Palastes während der Jahre 2005 – 2010 im Mittelpunkt gestanden hatte. Mit der weiteren Freilegung der eisenzeitlichen Siedlungsreste erfüllt das Projekt eine für die Archäologie des Libanon wichtige Aufgabenstellung: Die Erforschung einer phönizischen Küstensiedlung, die hier – im Küstenabschnitt zwischen Sidon und Sarepta – in der Zeit von ca. 700 bis 400 v. Chr. bestand. Zu den Ergebnissen zählen die Freilegung von Wohngebäuden mit mehreren Nutzungsphasen, die Erfassung einer eisenzeitlichen Befestigungsmauer und die Bergung zahlreicher Funde, insbesondere phönizische Siedlungskeramik und importierte Gefäße der betreffenden Zeit.

Weiterführende Informationen
  • J. Kamlah / H. Sader, Deutsch-libanesische Ausgrabungen auf Tell el-Burak südlich von Sidon. Vorbericht nach Abschluss der siebten Kampagne 2010, ZDPV 126/2 (2010), 93 – 115.

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